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| Evolution |
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Ende des 19ten Jahrhunderts gründete ein katholischer Nonnenorden
auf Jamaika eine Schule für Waisen und Kinder aus unterprivelegierten Schichten.
In der Armeeband dieser Schule (Alpha Boy's School) wuchsen
ausserordentliche Musiktalente heran. Unter anderen machten hier die Posaunisten
Rico Rodriguez und Don Drummond, der Tenorsaxophonist Tommy Mc.Cook, der
Guitarrist Jah Jerry sowie die Pianisten Jackie Mitoo und Theophilus Beckford
ihre ersten Schritte. Beckford hatte damals mit Easy Snappin einen Hit,
der sich zwischen Rhythm & Blues und Boogie Woogie bewegte.
Mehr aus Zufall fingen Beckford (Piano) und Jerry (elektrische Guitarre)an,
konstant den Boogie-Woogie-Rhythmus (mit der Betonung auf dem erstem und
zweitem Taktteil)zu spielen, während Johnson am Schlagzeug konstant den
Vierertakt weiterspielte. Die Hörner spielten ebenfalls (in Jazz-Tradition) nach
dem Schlagzeug-Beat. Der neue Rhythmus klang um einiges zackiger als Rhythm
& Blues und ging sofort in die Beine- Ska. Der neue Rhythmus breitete
sich, unterstützt von Produzenten wie Sir Coxonne und Prince
Buster schnell auf der Insel aus und es bildeten sich einige Bands. Gesungen
wurde kaum, es dominierten klar die Jazz-Orientierten Bläser. Besonders die
Posaune von Don Drummond prägte den Ska wie kein anderes Instrument. Zusammen
mit anderen Musikern aus der Alpha Boy's School spielte er zunächst in
der Alpha Band aus der später die Ska-talites, bzw. Skatalites
hervorgingen. Die Band war ausserordendlich erfolgreich und gründtet einen
Tanzstil, der auch heute noch in ähnlicher Weise zum Ska getanzt wird.
Vom Ska zum Raggae 1966,
als der Ska auf seinem Höhepunkt war, ermordete Don Drummond seine Geliebte und
wurde in eine Heilanstalt eingewiesen. Die Skatalites trennten sich kurz später.
Ab diesem Zeitpunkt traten die Vokalisten der Bands mehr in den Vordergrund und
gaben der Musik einen neuen Impuls, weg vom vorwiegend instrumentellen
Charakter. Die mitunter recht zornigen Texte befassten sich mit den Problemen
der Bevölkerung wie Armut, Unterdrückung oder Krieg. Dazu wollte der schnelle
Ska-Rhythmus nicht so recht passen, weswegen er von nun an langsamer gespielt
wurde, mit einer stärkeren Betonung auf der Synkopierung und der Basslinie. Die
Musik wurde Rock Steady genannt, später erfuhr sie eine weitere Verlangsamung
hin zum allgemein bekanntesten Ska-Derivat, dem Reggae.
Falls Du selber noch weitere siginifikante Bands kennst und die hinzufügen möchtest, kannst du das gerne hier tun.
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